Indikationen
 

Nachfolgend sind verschiedene Symptome beschrieben, die sich durch Optometrie, Visualtraining, Naturheilkunde, Kontaktlinsen oder einer Kombination daraus behandeln lassen. 

Sehstörungen

Dieser Oberbegriff fasst vorübergehende, meist akute visuelle Seheindrücke zusammen, die nicht unserer gewohnten Wahrnehmung entsprechen. Dazu gehören:  

  • Verschwommenes Sehen

  • Zeitweise Doppelsehen

  • Unruhiges Bild 

  • Flimmern

  • Verzerrtes Sehen

 

Ursache für diese Symptome können krankhafte Prozesse sein, aber auch harmlose funktionelle Störungen der Augen. Wichtig ist die professionelle Abklärung, z.B. durch eine visuelle Analyse. ​

 
Headache

Anstrengungsbeschwerden

Der Fachbegriff für Anstrengungsbeschwerden der Augen lautet: Asthenopie. Häufig treten diese Beschwerden in Zusammenhang mit Bildschirmarbeit auf. Dann spricht man auch vom Computer Vision Syndrom. Neben Sehstörungen zählen folgende Auffälligkeiten dazu:

  • Schweregefühl der Augenlider

  • Schnelle Ermüdung beim Lesen oder am PC

  • Rote, schmerzende oder tränende Augen

  • Schwindel

 

Ganz allgemein gilt, die Augen vor einseitiger Belastung zu schützen. Regelmäßige Pausen und den Blick dabei in die Ferne schweifen lassen sind sinnvolle Erstmaßnahmen. Reichen diese nicht aus, sollten die Augen genauer geprüft werden. Nach einer visuellen Analyse kann ein Visualtraining hilfreich sein, aber auch die ergänzende Behandlung mit naturheilkundlichen Präparaten.

 

Trockene Augen

Die Ursachen für trockene Augen sind vielfältig. Umweltfaktoren, chronische Entzündungen, hormonelle Dysbalancen, systemische Erkrankungen oder ganz einfach - eine zu niedrige Lidschlagfrequenz. 

Ziel der Behandlung ist es, den Tränenfilm zu stabilisieren. Dieser schützt das Auge vor Austrocknung und versorgt es gleichzeitig mit Sauerstoff. 
Neben einer rein symptombezogenen Behandlung, z.B. mit befeuchtenden Augentropfen, sollten auch die Ursachen in die Behandlung integriert werden.    

Mit einfachen Maßnahmen wie einer optimierten Pflege der Lider, aber auch durch das Zuführen wichtiger Stoffe über die Ernährung, können häufig Erfolge erzielt werden. Naturheilkundliche Präparate oder eine Ausleitungstherapie können ebenfalls hilfreich sein, um den Stoffwechsel des Auges wieder zu regulieren. 

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Lernschwierigkeiten

80 Prozent aller Informationen werden über die Augen aufgenommen. Deshalb ist gutes Sehen so wichtig, auch in der Schule. Beim Lesen eines Textes sind die Augenbewegungen für eine schnelle und sichere Orientierung verantwortlich. Den scharfen Fokus beim Abschreiben von der Tafel liefert die Augenlinse (Akkommodation). Bei der Zentrierung beider Augen auf ein Objekt helfen wiederum die äußeren Augenmuskeln. Störungen in diesen Bereichen können Schwierigkeiten mit der visuellen Wahrnehmung und damit auch Lernprobleme verursachen. Dies hängt damit zusammen, dass ein Schüler mit visuellen Schwierigkeiten einen Großteil seiner Energie für das Sehen aufwenden muss. Folglich fehlt ihm diese Energie beim Lesen. Im Alltag kann sich dies durch folgende Symptome äußern:

  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit

  • Verwechseln/Weglassen von Buchstaben/Endungen

  • Verrutschen in der Zeile

  • Schwierigkeiten in Mathematik oder im Diktat

  • Keine Lust zu Lesen

Durch eine visuelle Analyse können Schwierigkeiten im Bereich der visuellen Wahrnehmung aufgedeckt werden. Abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse werden die Sehfunktionen z.B. durch Visualtraining optimiert. Viele Übungen haben einen spielerischen Charakter und tragen dazu bei, den Lernerfolg Ihres Kindes zu steigern.  

 

Verhaltensauffälligkeiten

Auf den ersten Blick mag es komisch klingen, wenn man Verhaltensauffälligkeiten mit dem Sehen in Verbindung bringt. Riskieren Sie mit mir einen zweiten Blick und lassen Sie mich ein Beispiel machen: "Nur gucken, nicht anfassen!" - haben Sie bestimmt schon mal gehört? Was aber, wenn die Augen nicht "gucken" können? Dann muss der Körper die Informationen über einen anderen Sinneskanal sammeln und das kann das Fühlen sein. Das "Anfassen" ist dann dazu da, die Umwelt wahrzunehmen. Das Wasserglas ist beim Einschenken mal wieder umgefallen? Eventuell ist es ein Problem mit der dreidimensionalen Wahrnehmung. Folgende Eigenschaften können in Zusammenhang mit visuellen Auffälligkeiten stehen:  ​

  • Lustlos

  • Hyperaktiv

  • Tollpatschig

  • Ängstlich

Mit einer visuellen Analyse kann abgeklärt werden, ob die Augen als mögliche Ursache infrage kommen. Entsprechend der Ergebnisse ist Visualtraining eine mögliche Option für die Behandlung. 

Image by Hunter Johnson
 
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Schmerzen 

Unser Körper ist ein Wunderwerk der Natur! Durch das Fasziensystem ist alles in ihm miteinander vernetzt. Die Augen sind Teil dieses Systems und können daher direkt oder indirekt für verschiedene Schmerzen verantwortlich sein. Dazu gehören beispielsweise: 

  • Augenschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Schulter- oder Nackenschmerzen

  • Rückenschmerzen

  • Schmerzen im Gesicht

Ob versteckte Augenfehler der Auslöser für Schmerzen sind, lässt sich nach einer visuellen Analyse mit erweiterter Untersuchung nach posturologischen Gesichtspunkten präziser einschätzen. 

Bei der Behandlung können augenoptische Hilfsmittel, Visualtraining, spezielle Einlegesohlen für die Schuhe, Ohrakupunktur, aber auch naturheilkundliche Präparate zum Einsatz kommen.  

 

Visuelle Rehabilitation

Das Sehen entwickelt sich in den ersten Lebensjahren. Die Entwicklung kann durch verschiedene Faktoren gestört werden und unter anderem zu den oben beschriebenen Auffälligkeiten führen. Ein gut entwickeltes Sehen kann jedoch auch wieder verloren gehen. Dies passiert nicht ohne Grund, sondern hängt meistens mit einem konkreten Ereignis zusammen. Häufige Ursachen dafür sind beispielsweise:

  • Erkrankungen

  • Schädel-Hirn-Traumata

  • Schlaganfall

  • Operationen im Bereich des Kopfes

Eine visuelle Reizüberflutung, Gesichtsfeldausfälle, Unsicherheit beim Gehen, Schwindel oder Doppelbilder zählen zu möglichen Symptomen. Nicht alle visuellen Funktionen lassen sich durch ein Training wiederherstellen. Mit der Verbesserung der kompensatorischen Fähigkeiten kann dennoch wieder mehr Lebensqualität erreicht werden. Wichtig bei der visuellen Rehabilitation ist der Austausch mit Ihren behandelten Ärzten und Therapeuten.

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